Cybersecurity Campus TU Graz
Mit dem Cybersecurity Campus Graz entstand ein neues Forschungs- und Institutsgebäude am Campus Inffeldgasse der Technischen Universität Graz. Die architektonische Grundidee basiert auf der Gliederung des Bauvolumens in drei eigenständige, konisch geformte Baukörper, die über ein gemeinsames erstes Obergeschoss miteinander verbunden sind. Durch diese Komposition wird einerseits eine klare städtebauliche Kante entlang der Sandgasse geschaffen, andererseits bleibt die Durchlässigkeit zum dahinterliegenden Campus und zur angrenzenden Schule erhalten. Die aufgelockerte Anordnung der Baukörper schafft Blickbeziehungen, großzügige Durchwegungen und eine differenzierte Freiraumstruktur.
Die architektonische Gestaltung verfolgt das Ziel, die Größe des Gebäudes durch eine klare volumetrische Gliederung in einen menschlichen Maßstab zu übersetzen. Zwei großzügige Durchgänge führen unter den verbindenden Gebäudeteilen hindurch und machen die Offenheit des Campus bereits im Stadtraum erlebbar. Die transparente Ausbildung des Erdgeschosses verstärkt diesen Eindruck und schafft fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum.
Im Inneren werden die verschiedenen Organisationseinheiten über eigenständige Zugänge erschlossen und dennoch durch gemeinschaftlich genutzte Bereiche miteinander verbunden. Das erste Obergeschoss bildet dabei das kommunikative Herzstück des Gebäudes mit Seminar-, Aufenthalts- und Begegnungszonen. Besonders prägend ist die sensible Einbindung des bestehenden Baumbestands: Das Gebäude reagiert auf eine geschützte Linde mit einer geschwungenen Gebäudekontur, wodurch ein identitätsstiftender Aufenthaltsbereich mit direktem Bezug zur Baumkrone entsteht. In den Obergeschossen sind die Büroräume effizient um kompakte Erschließungskerne organisiert und bieten durch ihre Anordnung vielfältige Blickbeziehungen in die Umgebung.
Ein wesentliches architektonisches Element sind die großzügigen Dachterrassen zwischen den Baukörpern. Sie erweitern die Arbeits- und Aufenthaltsbereiche ins Freie und fördern den informellen Austausch zwischen den Nutzerinnen und Nutzern. Die Terrassen sowie die begrünten Freiflächen tragen gleichzeitig zur hohen Aufenthaltsqualität des Campus bei.


















