Wohnbau Sauerbrunnstraße / Marktgemeinde Stainz
Das Grundstück liegt am Ortsrand nach Nordwesten und spannt sich zwischen der Sauerbrunnstraße und dem Stainzbach auf. Nach Westen folgt der Sportplatz hinter einer ca. 3m hohen Schallschutzwand. Im Osten reihen sich mehrere Siedlungen mit unterschiedlich dimensionierten Hofräumen Richtung Ortszentrum.
In diesem letzten Auffüllungsgrundstück setzt unser Vorschlag keine neue städtebauliche Struktur sondern versucht die vorhandenen Gefüge so zu interpretieren, dass mit den entstehenden Räumen ein großzügiger Abschluss für Siedlungstätigkeit nach Westen gebildet werden kann. Dazu wird im Nordosten die dreigeschossige Bebauung aufgenommen, an der Nordwestecke aus schalltechnischen Gründen eingerückt und entlang der zukünftigen Aufschließungsstraße Richtung Süden fortgesetzt. Im Siedlungsinneren erzeugen zweigeschossige Dreispänner aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausrichtung aufgelockerte Räume unterschiedlicher Dimension. Dadurch gelingt die räumliche Anknüpfung zur Siedlung im Osten und ein entspannter Siedlungsabschluss zum Stainzbach und dessen Grünraum mit dem der Siedlung verschmilzt. Mit dieser Konzeption sind Durchblicke und Ausblicke aus und in die Siedlung gewährleistet. Es entsteht eine Atmosphäre des aufgelockerten Wohnens im Grünen.
Der ruhende Verkehr erstreckt sich parallel zur Sauerbrunnstraße und der Aufschließungstrasse Richtung Süden. Die Besucherparkplätze erstrecken sich entlang des eingerückten Baukörpers an der Nordwestecke bzw. liegen ganz am Ende der
Aufschließungstrasse. Zwei Müllsammelplätze liegen am Anfang und am Ende der lockeren Reihe der überdachten Abstellplätze im Westen.
Ausgehend von den Abstellplätzen für den ruhenden Verkehr durchzieht ein Rad/ und Fusswegenetz die Siedlung und verknüpft die Quartiers-/ und Spielplätze. Die Abstellplätze für die Fahrräder werden in dieses Netz miteingebunden.
Die Häuser sind überwiegend als Dreispänner organisiert. Dadurch sind die überwiegenden Wohnungen mehrseitig orientiert. Aufgrund der angespannten Kostensituation und der geforderten Dachneigung von mindestens 23 Grad erlauben wir uns, auf aufwendige Kellerkonstruktionen und deren Abdichtung zu verzichten und schlagen die Kellerersatzräume im Dachgeschoss vor. Dies hat den Vorteil dass die Ersatzräume im selben Haus wie die Wohnungen bleiben. Alle Wohnungen kommen mit einem zentralen Sanitärschacht aus. Die Küchen sind in allen Wohnungen abtrennbar angelegt. Ein zentraler Schacht erschließt alle Wohnungen.













